Umdenken bei Blausteinsee Planung

Grüne aus Eschweiler fordern ein Umdenken bei der Planung und Umsetzung für das Seezentrum Blausteinsee.Während im Rathaus munter hoch- und immer höher trabende Pläne für den Blausteinsee geschmiedet werden, ohne dass es so recht voran geht, fordern die Grünen, sich auf das Wesentliche zu besinnen und zunächst einmal die allernötigste Infrastruktur bereitzustellen. So regt Ortsverbandssprecherin Gabriele Pieta in einem Schreiben an Bürgermeister Rudi Bertram an, endlich eine befriedigende und vor allem schnell umsetzbare Lösung für das leidige Toilettenproblem am Badestrand zu erarbeiten.

Dass an schönen Sommertagen hunderte von Badegästen schon seit Jahren mit einer einzigen kleinen WC-Anlage am Gastronomiecontainer Vorlieb nehmen müssten, sei ein unhaltbarer Zustand, klagt Gabriele Pieta. Sie bittet die Verwaltung deshalb, sich zusammen mit der Blausteinsee GmbH, dem am See tätigen Gastwirt und den Wassersportvereinen Gedanken über die Verbesserung der sanitären Infrastruktur zu machen: „Es müsste doch möglich sein, am Strand ein paar einfache Duschen und öffentliche Toiletten zur Verfügung zu stellen – und zwar schon ab der Badesaison 2008.“

Überhaupt betrachten die Grünen die aktuellen Entwicklungen und Planungen für den Blausteinsee mit wachsender Skepsis. „Dieser See war ursprünglich nicht als Magnet für irgendwelche Großinvestoren gedacht, sondern als naturnahes Erholungsgebiet für die Menschen aus Eschweiler und Umgebung“, so Pieta, „für diesen ursprünglichen Zweck braucht man aus unserer Sicht im Grunde nicht mehr als ein Strandbad mit der nötigen sanitären Infrastruktur, ein nettes Ausflugslokal mit Biergarten, Unterkünfte für die Wassersportvereine und als Zugabe vielleicht noch die Seebühne. Ein kleiner öffentlicher Golfplatz, der aus landschaftsplanerischer Sicht sicherlich wertvoller ist als die jetzige Ackerfläche, wäre auch noch akzeptabel. Alles andere ist unnötig und bringt den Eschweiler Bürgern wenig.“

Wer am Blausteinsee dennoch Luxushotels, Feriendörfer, Freizeitparks oder Reha-Zentren für Leistungssportler hochziehen wolle, der müsse sich mit dem genau abgegrenzten Terrain begnügen, das die Stadt bereits am westlichen Ufer des Blausteinsee für solche Zwecke ausgewiesen habe. „Wir sind dagegen, immer neue Flächen für derartige Bauvorhaben in die Diskussion bringen“, erklärt Pieta, „eben deshalb hat unsere Ratsfraktion den neuen Standortvorschlag für einen Freizeitpark auf der Ostseite des Blausteinsee auch bereits abgelehnt und wird dieser Linie weiterhin treu bleiben.“

Originaltext der Pressemitteilung v. 2.8.2008 [gruene-eschweiler.de]