Die Geschichte zum Blausteinsee

1981 arbeitete die Stadt Eschweiler Konzepte für einen Eschweiler See aus; zuvor hatte sich bereits 1979 der Verein Segelklub Eschweiler See gegründet. 1982 begann die Umsiedlung der Bevölkerung aus Erberich, Langendorf, Laurenzberg, Lürken, Langweiler und Obermerz hauptsächlich nach Neu-Lohn und Fronhoven. Die Blausteinsee GmbH wurde als kommunale Trägergesellschaft der Kommunen Aldenhoven, Alsdorf, Eschweiler und Würselen gegründet und der geplante Eschweiler See in Blausteinsee umbenannt. Der Blausteinsee war somit das erste interkommunale Projekt der Region Aachen.

Namensgeber war die alte Gemarkung Am blauen Stein nördlich von Dürwiß. Schon in alten Flurkarten und Deutschen Grundkarten findet sich dieser Name, der jedoch nicht auf einen Blausteinsteinbruch zurück geht, sondern auf das ehemals an der Provinzialstraße zwischen Dürwiß und Fronhoven stehende 3,50 Meter hohe Fronhovener Kreuz, einem Wegkreuz aus dem 17. oder 18. Jahrhundert.

Nachdem 1987 im Braunkohletagebau Zukunft-West die letzte von 530 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert worden war, wurde mit der Rekultivierung begonnen. Im Frühjahr 1994 verließ der letzte Absetzer den Tagebau. Das ehemalige Abbaufeld der Tagebaue Zukunft und Zukunft-West ist knapp 23 Quadratkilometer groß. Zur selben Zeit wurde die Zufahrtstraße Zum Blausteinsee benannt.

Am 5. Oktober begann die Wasserbefüllung des Blausteinsees. Die Wasserfontäne befand sich etwa in Seemitte rund 500 m vom Ufer entfernt und spritzte mit etwa 210 Litern Wasser pro Sekunde. Jährlich flossen bis zu 6,7 Millionen Kubikmeter Wasser in den See, und für die Erstbefüllung waren mindestens 75 Millionen Kubikmeter erforderlich, da bis zu 50 Millionen Kubikmeter Wasser versickerten bzw. verdunsteten.

Im August 1997 wurde der Verband der wassersporttreibenden Vereine Blausteinsee 1997 e. V. gegründet, der aus der seit 1982 bestehenden Interessengemeinschaft Blausteinsee hervorging. Am 12. August 2000 wurde der Blausteinsee offiziell eröffnet und ein provisorisches Containerdorf errichtet. 2002 errichteten der Segelklub Eschweiler See und der Alsdorfer Segelclub eine eigene Steganlage. Seit August 2003 patrouillierten Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes am Blausteinsee, um zu verhindern, dass wild gegrillt, gebadet und Naturschutzzonen betreten werden. Im August 2004 wurde ein Teil des Sees zum Schwimmen freigegeben, und im Jahr 2005 erreichte er seine endgültige Größe von etwa 100 Hektar bei einer maximalen Tiefe von 46 m. Ein großer Findling am Westufer erinnert an die Erstbefüllung und Eröffnung.