Blausteinsee offiziell eingeweiht

Bei strahlendem Sonnenschein tummelten sich schon am frühen Nachmittag des Samstags viele Bürger am neu gestalteten Blausteinsee-Ufer. Während die Kleinen aufgeregt die grazilen Stelzenläufer beobachteten, die als die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde immer wieder für Aufsehen sorgten, entspannten die sich Eltern auf den zahlreichen Sitzgelegenheiten im Vorfeld der Bühne.

Doch aufgepasst! Wer sich zu sehr dem nachmittäglichen Müßiggang hergab, durfte sich nicht wundern, wenn er plötzlich vom kauzigen Erd-Geist geweckt wurde. Ein absoluter Höhepunkt nicht nur für die Kinder, da der schrullige Stelzenläufer-Geist stets für einen Spaß zu haben war.

Derweil schritten die Darsteller der Elemente Wind und Wasser elegant am Ufer entlang und ließen ihre weiten Gewänder in einer leichten Seebrise flattern.

Clown auf dem Drahtseil

Direkt am Wasser vollbrachte auch der lustige Tölpel Tomasso einen Drahtseilakt. Nicht nur, dass er auf einem dünnen Seil scheinbar schwerelos durch die Lüfte hopste, auch der angebeteten Feen-Tänzerin kam der Tölpel mit seiner clownesken Akrobatik näher. Sehr zur Freude der begeisterten Zuschauer.

Mehr und mehr Menschen strömten mit der Abendsonne zum See. Während das Licht langsam im Westen verschwand, sorgten «The Cubabes» mit Salsamusik, die zum Träumen einlud, für geradezu karibisches Flair.

Doch war dies nur eine weitere Station auf einer abwechslungsreichen Reise, die in einer spektakulären Lasershow am späten Abend enden sollte. Zuvor zeigten noch «Stahl Fatal», was Rhythmus bedeutet.

Mit Mülltonnen, Blechstangen und Kanalrohren trommelte die phantastisch verkleidete Percussion-Gruppe, bis die Glut des Feuers aufloderte.

Wenige Minuten nachdem die Trommler das Feld verlassen hatten, war das Feuer aus und die geheimnisvollen Wasserwesen Aqua, Neptunia und Blue betraten die Bühne, um die staunenden Besucher auf die letzte Etappe eines traumhaften Spät-Sommerabends mitzunehmen.

Mit Klängen, die einer grauen Vorzeit zu entstammen schienen, verwandelten die Fabelwesen den Blausteinsee in eine magische Welt. Bis dann - wie aus dem Nichts! - eine Symphonie des Wasser im Einklang mit der Musik ertönte:

Das «Lichtufer» zog alle Blicke auf sich. Eine aufwendige Lasershow, welche die vier Elemente visualisierte, bildete sich scheinbar schwerelos auf einem Wasserteppich, der durch 15 Meter hoch sprühende Fontänen entstand. Gebannt schauten die Zuschauer auf die farbgewaltige Projektion, lauschten der stimmungsvollen Musik, die aus den Nebelschwaden erklang.

«Das war toll!» lautete das einhellige Credo der vielen Gäste, als sie kurz vor Mitternacht den Blausteinsee verließen. Die Seebühne hat ihre Feuertaufe bravourös bestanden. Dass es auch wieder den ein oder anderen Ärger über die Parkplatzsituation gab und von einigen Besuchern eine schwungvolle Party-Band vermisst wurde, war nach diesem Festschmaus für alle Sinne bei den meisten Besuchern wieder schnell vergessen.